Geländewagen

Faszinierende Fahrzeuge sind Geländewagen. Für mich noch richtige “Männerautos”. Ich besaß damals, als ich in Nordhessen lebte, einen Pferdeanhänger für zwei Pferde. Den durfte ich allerdings nur mit einem Pferd beladen, sonst hätte ich ihn mit dem PKW-Kombi (Mitsubishi Lancer) nicht ziehen dürfen. Dann ergab sich die Gelegenheit einen alten Mitsubishi Pajero zu kaufen. 2.500 DM kostete der, war rostig ohne Ende, aber er hatte einen neuen Austauschmotor und TÜV. Ihn haben mein Nachbar Walter und ich dann wieder einigermaßen zurecht gemacht, so dass sich mit dem Rost leben ließ.

Der erste Pajero

Der zweite Geländewagen war ein Nissan Terrano, hübsch und 7-sitzig, aber ein Benziner und somit, trotz 2,7 Liter Hubraum, zu schlapp, um als zugkräftig bezeichnet zu werden. An Steigungen “kackt er ab”. Es hat mir nicht wehgetan, ihn wieder zu verkaufen. Ich habe nicht mal ein Bild von ihm…

Der dritte Geländewagen war ein Mitsubishi Pajero in lang. Er hat mit gut gefallen, viel Stauraum, ein Bett hineingebaut und man ist “King of the Road”, fit für den Trip nach Frankreich, wie auf dem Bild zu sehen.

Der zweite Pajero, diesmal in lang

Der vierte ist für mich und Tina das perfekte Auto. Noch nie haben wir uns in einem Auto so wohlgefühlt. Er hat einfach alles.

Das beste Auto der Welt – Landrover Discovery

Leider hat uns der Landrover die Haare vom Kopf gefressen. Viele sehr teure Reparaturen und technische Probleme, bei denen ein Schrauber nicht mehr helfen kann. Dazu Werkstatt- Stundensätze von 125€. Es ist einfach zuviel gewesen. Außerdem nur die gelbe Plakette. Das funktioniert heute in einer Großstadt nicht mehr. Adieu, mein Bester! Wir denken oft an dich!

SUV- Fahrzeuge finde ich eigentlich schrecklich. Das sind Autos, die nicht wirklich die Robustheit von Geländefahrzeugen haben und mehr oder weniger Allradkombis sind.- Wenn sie denn Allrad haben. Seit wir den Landrover verkaufen mussten, fahre ich einen Toyota RAV 4, Diesel, 2,2 Liter Hubraum, Allrad. Ein SUV. Er ist nett, aber das Gefühl beim Einsteigen lässt mein Herz nicht hüpfen. Ein gutes Alltagsauto, ein Brot und Butter- Auto. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Heute denke ich oft darüber nach, wie es weitergeht. Ob ich mir einen richtigen Geländewagen anschaffe und welcher es sein kann. Einerseits finde ich die Elektromobilität total faszinierend und andererseits stelle ich fest, dass meine Bedürfnisse durch Elektroautos niemals befriedigt werden können. Ein Elektroauto kann nämlich nicht unseren Wohnwagen ziehen. Viele solcher Elektroautos haben nicht eimal eine Anhängerkupplung. Weder wird dabei an Fahrradträger gedacht, noch an kleine Anhänger zum Abholen von ein paar Karren Sand aus dem Baumarkt… Vielleicht ist ein Plug-In-Hybrid von Mitsubishi das Richtige? Aber er ist ein SUV, kein Geländewagen.

So ist einer meiner Favoriten zurzeit der neue Suzuki Jimny. Er ist zwar ein Benziner und kein von mir favorisierter Diesel, aber er hat die Euro-Temp6 – Norm und ist ausreichend zugfähig für unseren Wohnanhänger und die sonstigen Fahrten, die wir planen. Die Sitze allerdings sind nicht geeignet für meinen Körper, da müsste ich auf jeden Fall mindestens einen orthopädischen Sitz nachrüsten.

Eine weitere Alternative ist ein Oldtimer ala Pajero, Toyota Land Cruiser, Nissan Patrol, oder so. Aber welche zu finden, die richtig gut erhalten sind, ist schwer. Mercedes G-Modelle gibt es auch häufig, aber die sind unverhältnismäßig überteuert.

Wahrscheinlich bin ich einfach blöd. Der Toyota ist ein prima Auto, denn eigentlich habe ich nichts zu meckern und andere wären froh, wenn sie sich mit meinem Luxusproblem herumschlagen dürften.