Betriebsweise

Bienenkiste

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir anfangs (2011) um die Betriebsweise keine großen Gedanken gemacht. Ich habe mit der Bienenkiste angefangen zu imkern- damals wollte ich einfach nur Bienen ein Zuhause geben. Dann bin ich 2013 auf die Frankenbeute (Zandermaß) umgestiegen. Im Jahr 2019 dann auf die Liebigbeute (Zadantmaß).

Grundgedanke damals: Ich teile gedanklich die Bienenkiste in drei Sektionen auf. 2/3 der Kiste ist Brutbereich. 1/3 ist Honigraum. Diese Aufteilung, so habe ich mir gedacht, mache ich auch mit der Frankenbeute. 2 Zargen sind Brutraum, eine Zarge ist der Honigraum. In beiden Beuten, also Bienenkiste und Frankenbeute wollte ich den Bienen den Brutraum überlassen und mich quasi nicht einmischen, der Honig aus dem Honigraum sollte mein Lohn sein.

Mein Ziel hatte sich mit der Frankenbeute nicht geändert, immer noch wollte ich den Bienen ein Zuhause geben, aber notfalls in das System eingreifen können, falls das Volk z.B. seine Königin verloren hat, Futtervorrats-, Varroakontrolle usw.

Frankenbeute mit Zanderrähmchen

In Zusammenhang mit der Betriebsweise steht leider auch die Sterblichkeit der Bienenvölker. In der Bienenkiste waren die Verluste leider hoch. Wahrscheinlich auch, weil ich als Neuimker Fehler gemacht habe. Die Völkerverluste in der Zanderbeute waren zwar weniger als in der Bienenkiste, dennoch war es mir nicht gelungen, einmal alle Volker über den Winter zu bekommen.

Seit 2019 habe ich auf die Liebigbeute mit Zadant-Rähmchen und den “Angepassten Brutraum” umgestellt. Ideal für den angepassten Brutraum ist eigentlich die Dadantbeute. Ich habe aus umstellungstechnischen und finanziellen Gründen das Zadantmaß im Brutraum gewählt. Jetzt imkere ich also einzargig im Zadandmaß und teilweise auch noch im Zandermaß- Einzargig heißt, dass ich die Bienen auf einer Zarge überwintere; im Sommer setze ich natürlich Honigräume drauf. Schon im ersten Jahr sind meine 6 Völker durch den Winter gekommen und waren stärker (stärker = mehr Bienen) als sonst im Februar, der richtige Start in den Frühling war so erfolgreich, dass ich schon im April die Honigräume fast voll hatte. (Honigräume sind bei mir normale Zanderzargen. Das ist nicht optimal, aber den Finanzen geschuldet und wird sich im Laufe der Zeit auf kleinere Honigräume ändern)

Liebigbeute mit Zadanträhmchen

Der Angepasste Brutraum ist also für mich die richtige Betriebsweise. Sie dient nicht nur mir, sondern auch den Bienen. Meine Grundgedanken (s.o.) klangen zunächst sehr bienenfreundlich. Aber war dem auch so? Auf der nächsten Seite erkläre ich, warum der “Angepasste Brutraum” vermutlich bienenfreundlicher ist, als zunächst gedacht.

Sieht gut aus, meine Zanderwabe im Angepassten Brutraum!